Geschichte des Eisernen Ritter
Der Gründer des Gasthauses „Rheinbay“, Johannes Rheinbay (*1844 – †1927), erbeutete während des deutsch-französischen Krieges 1870/71 bei einem Angriff zu Pferde in der gegnerischen Stellung die Fahne der dortigen Truppeneinheit. Für seine Tapferkeit wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen. Wieder zu Hause in Weiler, wurde er dadurch weit und breit als „Eiserner Ritter“ bekannt.
Dieser „Eiserne Ritter“ eröffnete gemeinsam mit seiner Frau Anna Maria geb. Krämer am 20. Juli 1872 die Gastwirtschaft. Sein Sohn Josef, genannt „Rittersch Jusepp“, welcher 1878 geboren wurde und bereits 1928 starb, führte zusammen mit seiner Frau Anna Maria geb. Liesenfeld die Wirtschaft bis zu seinem Tode fort. Weil diese Ehe kinderlos geblieben war, wurde schon frühzeitig das Nachbarskind Gertrud Bach in den Haushalt aufgenommen. Nachdem Gertrud im Jahre 1929 den hiesigen Jakob Mayer geheiratet hatte, betrieben diese Eheleute Mayer zusammen mit der Witwe Rheinbay die Gast- und Landwirtschaft weiter. Dabei blieb Frau Rheinbay, allgemein „Rittersch Anna“ genannt, bis kurz vor ihrem Tode, also bis in ihr 90. Lebensjahr, in der Gastronomie tätig.
Der älteste der drei Söhne der Eheleute Mayer – Paul – übernahm mit seiner Frau Maria geb. Bröder, nachdem seine Mutter 1955, sein Vater 1960 und „Rittersch Anna“ 1966 gestorben waren, das schon in eigener Regie 1959 und 1964 zum Pensionsbetrieb erweiterte Geschäft, das dann unter dem Namen „Gasthaus und Pension zum Eisernen Ritter“ weitergeführt wurde. In diesem Betrieb halfen die beiden Brüder von Paul – Phillip und Rudolf – sowie die Söhne Paul und Lothar in ihrer berufsfreien Zeit und der Sohn Josef als berufserfahrener Koch nebst seiner Ehefrau Conny geb. Bruijnzeels hauptberuflich mit.
Nach der nochmaligen baulichen Erweiterung 1981/82 umfasst das Haus nun 26 Betten in modernen Zimmern, einen Frühstücks-, Speise-, Aufenthalts- und Fernsehraum, abteilbare Tagungsräume zum Aufenthalt für 60 Personen sowie einen Gastraum für 75 Personen. 1987 steht die Renovierung von 10 Zimmern an. Alle werden mit modernem Sanitärkomfort, 6 als Mehrbettzimmer mit ca. 28 m2 und 8 mit Balkon versehen. Während der Umbauphase verstirbt Maria Mayer im Alter von 55 Jahren. Conny, die Schwiegertochter, übernimmt den Betrieb mit ihrem Ehemann Josef. 1988/89 werden bereits alle Zimmer, sowie der Tagungsraum mit Kabel-TV , Direktwahltelefon und Faxanschluß ausgestattet. 1993 bekommt die Restaurantetage ein neues Outfit. Es entsteht ein neuer Eingangsbereich mit eigenständiger Rezeption, eine Bar und ein zeitgemäßes Restaurant. 1995 werden alle Zimmer mit einen Safe ausgestattet, 1998 wird ein zusätzlicher Parkplatz mit neuem Zugang auf der Südseite des Hauses gebaut. Im Frühjahr 2000 erhält der Eingangsbereich und das gesamte Treppenhaus ein neues Gesicht. Im Februar und März 2001 wird der Bankett- & Tagungsraum farblich neu gestaltet.
Am 15.12.2002 verstirbt Paul Mayer sen. im Alter von 72 Jahren.
Die 5. Generation Cornelia und Josef Mayer machten den Landgasthof baulich und gastgeberich zu dem was er heute ist: ein fest in der Region verwurzelter Gastronomiebetrieb mit familiärer Gastlichkeit, elegant modernen Gästezimmern und exquisiter Küche.
Im Jahr 2006 erhält das Restaurant ein neues Gesicht. Gleichzeitig werden die Gästezimmer im 1. Stockwerk renoviert und als Nichtraucherzimmer ausgewiesen.
2008 erhalten die Zimmer auf der 2. Etage ein neues Outfit und das ganze Haus wird zum Nichtraucher-Hotel erklärt.
Im Jahr 2009 feiert Josef Mayer sein 40. jähriges Berufsjubiläum.
Das Jahr 2012 war der Startschuss für die aktuelle Generation im „Eisernen Ritter“. Sohn Stefan Mayer entscheidet sich die Tradition weiter zu führen und in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten. Zusammen mit René Klütsch, der die Leitung der Küche übernimmt, beginnt eine Phase des „Übergangs“. Josef und Conny Mayer ziehen sich etwas zurück und begleiten Stefan und René mit der Leitung des Landgasthofes. Die beiden ehemaligen Schulkameraden absolvierten ihre Lehr- und Lernzeit in renommierten Häusern wie Franz Keller’s Schwarzer Adler in Oberbergen und das Restaurant Buchholz in Mainz. Von 2013 bis 2016 beginnt eine weitere Phase der Renovierung. Alle Zimmer werden mit modernen Boxspringbetten, neuen Möbeln und LED-LCD TVs ausgestattet. Die Komplettrenovierungen der Bäder ermöglichen nun den Gästen einen ebenerdigen Duschbereich. Zeitlos schlicht und doch modern eingerichtet, sind seitdem alle Zimmer in der Komfort-Klasse im gehobenen 3-Sterne Dehoga-Standard.
Im Sommer 2015 wertet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA unser Hotel mit dem Zusatz „Superior“ auf.
Im Februar 2018 wurde das Restaurant nach den Vorstellungen von Stefan und René umgebaut und renoviert. Ein im Restaurant platzierter Dry-Ager, der die Möglichkeit bietet heimische Fleischstücke selbst bis zur gewünschten Qualität reifen zu lassen, ein edler Weinschrank und ein riesiges Panoramabild der Bopparder Rheinschleife sind die optischen Highlights.
Im Frühjahr 2020 begann eine kuriose und ungewisse Zeit. Eine Woche nach dem Betriebsurlaub, wurde der Betrieb durch die Coronapandemie per Lockdown stillgelegt.
Im zweiten Lockdown im Herbst 2020 wurde die Zeit genutzt und weitere Investitionen vorgezogen. Die Flure, Treppenhäuser wurden neu gestaltet und die Sanitärräume des Restaurants saniert.
Im Jahr 2023 wurden die bis dato größten Investitionen getätigt. Zeitgleich wurde die Terrasse, als auch der Festsaal auf einen zeitgemäßen Stand gebracht.
Die Terrasse bietet jetzt 40 Gästen Platz. Der ehemalige Saal wurde in ein gemütliches Restaurant mit ca. 50 Plätzen und einem Lounge-Bereich umgestaltet.
Stefan und René werden auch künftig den familiären Charme und die leidenschaftliche Gastlichkeit wahren.